Feuerfest Symposium Freiberg 2018

Feuerfesttechnologie-Branche diskutiert, wie Schadensfälle von feuerfesten Zustellungen vermieden werden können

Es ist ein Thema, das die gesamte Feuerfesttechnologie-Branche immer wieder beschäftigt: Schadensfälle von feuerfesten Zustellungen. Sich intensiv damit zu auseinander zu setzen, wie solche verhindert werden können, lag also nahe – beim 3. Freiberger-Feuerfest-Symposium, das auch heuer wieder in Kooperation von Deutsche Keramische Gesellschaft (DKG), TU Freiberg und RATH AG organisiert wurde und von 23.-25. April im mittelsächsischen Freiberg stattfand. Auch dieses Mal gab es einen Run auf die Veranstaltung, erfreulich auch, dass die Industrie bei der diesjährigen Tagung besonders stark vertreten war. Insgesamt präsentierten und diskutierten nicht weniger als 170 Experten aus der Branche – Vertreter aus dem Industrieofen- und Anlagenbau sowie der Anwendungstechnik, Montagefirmen, Vertreter aus Forschung und Entwicklung und natürlich Feuerfest-Hersteller – zwei Tage lang im mittelsächsischen Freiberg neue Erkenntnisse und Erfahrungen zur Untersuchung, Interpretation und schließlich zur Vermeidung von Schadensfällen. Selbstverständlich ist es durchaus nicht, dass man sich bei einem Symposium kollektiv und ganz offen über diese Themen austauscht, aber letztlich profitiert die ganze Branche davon, wie RATH CFO/CSO Andreas Pfneiszl bei seiner Eröffnungsrede anmerkte. Denn nur wenn Schadensfälle bis in das kleinste Detail analysiert und basierend darauf Verfahren entwickelt werden, kann die Wahrscheinlichkeit für künftige Schadensfälle verringert werden.

Das Symposium, das im Zwei-Jahres-Rhythmus abgehalten wird, steht für eine Auseinandersetzung mit technologischen Verfahrenstechniken und fachlichen Austausch auf hohem Niveau und auf einem solchen bewegten sich auch die heurigen Vorträge und Diskussionen. Der Fokus lag auf technologischen Betrachtungen bei der Herstellung von Feuerfestmaterialien und neuen, komplexen Prüfmethoden und Prüfapparaturen für Feuerfestmaterialien zur Beurteilung des Zustellungserfolges. Weiters wurden Berechnungsmethoden zu Wärmetechnik, zu thermomechanischen Spannungszuständen und zum Verschleißverhalten im Sinne der Minderung des  Einsatzrisikos vorgestellt und diskutiert. Ebenfalls am Programm standen Analysen von Korrosionsvorgängen  (z.B. über Versuchs- und Pilotanlagen) sowie Fehleranalysen von Feuerfestmontagen.

Viele Möglichkeiten für einen informellen, fachlichen  Austausch gab es auch beim abendlichen Rahmenprogramm im Freiberger Konzert- und Ballhaus Tivoli, wo dann die „Dresdner Salon-Damen“ die Teilnehmer musikalisch in die 20er, 30er und 40er Jahre entführten.